15.1 Mondrian

Mondrian – Ungegeständliche Malerei

Am 1. Februar 2014, dem 70. Todestag Piet Mondrians, eröffnete die Ausstellung „Mondrian. Farbe“ im Bucerius Kunst Forum. Diese verdeutlicht Mondrians künstlerische und farbliche Entwicklung. Die Werke stammen aus internationalen Sammlungen wie dem Gemeentemuseum Den Haag oder dem Tate National in London.

Piet Mondrian, geboren am 7. März 1872 in Amersfoort in der Niederlande war ein Maler der klassischen Moderne. Er schuf die Stilrichtung Neoplastizismus, welche er in seinem kunsttheoretischen Essay „Le Néo-Plasticisme“ 1920 definierte. Zudem gilt er als Vertreter des niederländischen Konstruktivismus und der Konkreten Kunst und als Begründer der abstrakten Malerei. Nachdem Modrian ab 1900 unter unterschiedlichen Einflüssen, wie zum Beispiel Van Goghs oder Picassos malte, begann er ab 1920 mit den bekannten streng geometrischen neoplastizistischen Gemälden. Später lebte Mondrian in New York im Exil, wo er weiter malte und am 1. Februar 1944 starb.

Zunächst interessierte sich Mondrian sehr für die Maltechnik der Impressionisten. Er malte überwiegend Landschaftsbilder und Motive wie Bäume und Mühlen. Ab 1905 beginnt er in einem experimentalen Stil zu malen. Beeinflusst durch den Kubismus bestehen viele seiner Werke aus einem schwarzen Raster und Farbflächen. Anfangs wandte sich Mondrian noch von Farben ab und malte fast ausschließlich in Grautönen. Nach 1921 entschied sich Mondrian, diese Farbflächen nur in den Grundfarben blau, rot und gelb zu malen. Genau diese Gemälde und Farben sind es, die einem bei dem Namen Mondrian in den Sinn kommen und die ihn berühmt gemacht haben. Im Exil entstanden nach 1940 in den Grundfarben gehaltene mosaikartige Bilder. Mondrians Werke drücken sich durch die Farbe aus. Sein Ziel war es, die Malerei auf das Wesentliche zu reduzieren.

Piet Mondrian hat durch seinen Malstil großen Einfluss auf die klassische Moderne ausgeübt und vertiefte als Begründer der abstrakten Kunst den Konstruktivismus und änderte somit die bisherige Formen-und Bildsprache.
Noch bis zum 11. Mai 2014 haben Besucher des Bucerius Kunst Forums die Möglichkeit, sich diese einflussreiche Kunst anzusehen.

Alexander Böttcher