13.1 Rocky Musical

„Immer schon hie√ü es ich bring’s nie zu was, und ich hab’s schlie√ülich selber gedacht. Immer nur ausgez√§hlt, so kenn‘ ich das, bis auf heute Nacht. [… ]
Zeig dein Format, k√§mpf‘ ohne Hemmung und k√§mpf‘ ohne Angst.
Kämpf um dein Mädchen, und zeig was du kannst,
Rocky, fight from the heart!“
Das sind bewegende Worte aus dem Titelsong des Musicals ‚Rocky, fight from the heart‘, welches im November 2012 im Hamburger Tui Operettenhaus Weltpremiere feierte.
Das St√ľck tr√§gt den Zuschauer in einer wahren Achterbahn zwischen einer Liebesgeschichte, Sozialdrama und dem amerikanischen Traum hin und her.
1975 war es der 28-j√§hrige Sylvester Stallone, der die Idee zu dem Drehbuch von Rocky hatte, zuvor sah er einen Boxkampf, der vor allem von Mut und K√§mpfergeist eines jungen Boxers gepr√§gt war. Stallone wurde √ľber Nacht zum gefeierten Weltstar und r√§umte mit der Geschichte des Underdogs Rocky Balboa aus Philadelphia mehrere Oscars ab. Aus diesem Grund war Stallone auch sofort dabei als Stage Entertainment aus der Story ein Musical machen wollte. Sieben Jahre dauerte die Produktion, an der auch die Klitschko- Br√ľder beteiligt waren und zieht nun jeden Zuschauer in seinen Bann.
Der Amateurboxer Rocky Balboa f√§llt in eine Midlife Crisis, die einzigen wichtigen Dinge in seinem Leben sind das Boxen und die heimliche Liebe zu Adrian, der Schwester seines besten Freundes. Doch beides l√§sst zu w√ľnschen √ľbrig. Bis er eines Tages das Angebot bekommt gegen den amtierenden Weltmeister anzutreten. Dabei sieht er seine gro√üe Chance. Es wird ein packender Kampf zwischen dem Weltmeister und einem Niemand, welcher nicht um einen Titel boxt, sondern viel mehr um Anerkennung, Liebe und dem amerikanischen Traum.
Die Darsteller Drew Sarich als ,Rocky‚Äė und Wietske voan Tongeren als ,Adrian‚Äė machen die Figuren im Musical lebendig genauso wie die spektakul√§re B√ľhnentechnik. Trotz der verschiedenen Schaupl√§tze zerf√§llt das St√ľck nicht in einzelne Szenen, sondern ein Ereignis flie√üt ins n√§chste. Alle Szenerien sind durch kippen, drehen und hinablassen miteinander verbunden. Das absolute Highlight ist dabei der Schlusskampf. Der Boxring f√§hrt in den Zuschauerraum und man hat das Gef√ľhl sich tats√§chlich in einer Boxarena zu befinden. Die musikalische Untermalung der gesamten St√ľckes vermittelt dem Zuschauer noch zus√§tzlich die Stimmungen der Charaktere. Neben den Rocky-Klassikern wie ‚ÄěEye of the tiger‚Äú und ‚ÄěGonna fly now‚Äú werden noch neue deutsche Songs performt.
Das Musical ,Rocky, fight from the heart‚Äė ist eine sehenswerte und packende Interpretation des gleichnamigen Filmes – wobei es keinesfalls notwendig ist, diesen gesehen zu haben. Die Besucher verfallen sofort der Inszenierung in all ihren H√∂hen und Tiefen. Dar√ľber hinaus wird der Zuschauer durch gro√üe Unterhaltung, authentische Darsteller, beeindruckende Bilder und aufregende Choreografien mitgerissen und moralisch angehalten, zu seinen Tr√§umen zu stehen und mit Herz zu handeln, auch wenn einem niemand etwas zutraut. Fight from the heart!