12.1 Welten

In Seoul (S√ľdkorea), wurde die weltweit erste virtuelle Supermarktfiliale von der Supermarktkette Tesco, der Marke Homeplus er√∂ffnet.
Ein solch virtueller Supermarkt in der U-Bahn, erm√∂glicht den K√§ufern in dem hektischen Durcheinander auf den U-Bahnstationen, anhand eines Quick-Response-Codes (QR), die gew√ľnschten Produkte mit dem, in fast jedermanns Tasche zu findenden Smartphone abzufotografieren, sodass wie beim normalen Online-Shopping, die Bestellung der Lebensmittel zeitnah nach Hause geliefert wird. Wer w√ľnscht es sich nicht, die eigenen Eink√§ufe vor die T√ľr geliefert zu bekommen.
Es sind Lebensgro√üe bunte Fotos von Supermarktregalen, mit den 500 beliebtesten Produkten, auf die W√§nde der Bahnhofsstation geklebt, sodass f√ľr jedermann etwas dabei sein d√ľrfte.
Der eine T√§tigt die allt√§glichen Eink√§ufe, der andere macht noch die letzten Besorgungen f√ľr die am Abend bevorstehende Party.
Der QR ist ein quadratisches Schwarzweiß- Muster, das den Produkttyp sowie den Preis kodiert.
Die Bezahlung erfolgt ebenfalls √ľber das Smartphone.
Eine App erfasst den Code und funkt anschließend den gesamten Warenkorb an Tesco-Homeplus, sodass wenn die “Bestellung“ vor 13:00 Uhr abgeschickt wird, die Einkäufe noch am gleichen Abend zu dem Kunden rechtzeitig zum Abendessen, nach Hause geliefert werden.

Diese neuartigen Einkaufsregale wurden installiert um die Kombination von Online-Shopping und mobilem Internet zu testen, sowie das Interesse der von Technik begeisterten Passanten.
Au√üerdem war es das Ziel, so mehr Kunden zu erreichen, ohne neue Filialen erbauen zu m√ľssen.

Die Idee dazu ist entstanden, um den leistungsorientierten Alltag der meisten Koreaner, die viel Zeit auf ihrem Arbeitsplatz verbringen, zu erleichtern und diese so auf dem Weg zur Arbeit einkaufen k√∂nnen und sie die Produkte nicht mit sich herumtragen m√ľssen.
Bereits 10.000 Kunden haben den virtuellen Supermarkt getestet, sodass die Online- Umsätze dadurch um 130% gesteigert wurden.

Die Nutzung eines Homeplus Smart Virtual Stores kann Vor-und Nachteile mit sich bringen.
Beispielsweise kann man sich bei einem virtuellen Einkauf nie sicher sein ob das gew√ľnschte Produkt zB. Obst ohne jegliche ‚ÄúSch√∂nheitsfehler‚Äú zu Hause ankommt, man sollte also nicht allzu w√§hlerisch sein.
Sich die Produkte selbst heraus zu suchen ist nicht möglich.
Allerdings bietet das virtuelle Einkaufen praktische Vorteile im stressigen und hektischen Alltag der S√ľdkoreaner. Die Wartezeit auf die U-Bahn kann sinnvoll genutzt werden und sp√§ter spart man die Zeit, die man in den Einkauf im normalen Supermarkt investiert h√§tte. Au√üerdem kann man die gew√ľnschten Produkte stressfrei und ohne Warteschlange an der Kasse, einkaufen.

Ob und wie bald sich diese Smart Vitual Stores auch au√üerhalb Koreas ausbreiten werden, steht noch in den Sternen. Jedoch d√ľrfen wir gespannt sein, was in Zukunft die Globalisierung und Media-Technik noch alles mit sich bringen.