NEUE NATIONALGALERIE BERLIN

NEUE NATIONALGALERIE BERLIN

Ikone der Klassischen Moderne

Im Jahr 1962 wurde Mies van der Rohe mit einem Museumsneubau beauftragt, dieser sollte die Kunst des 20. Jahrhunderts in West-Berlin zeigen. Im September 1965 kam der Architekt zur Grundsteinlegung nach Berlin, zwei Jahre später wohnte er dem wohl spektakulärsten Bauschritt, der hydraulischen Anhebung des gigantischen Stahldachs, 1.260 Tonnen schwer, ebenfalls persönlich bei.

Der Entwurf für das Gebäude war zwar nicht ganz neu, denn Mies van der Rohe griff dabei auf seinen Entwurf von 1957 für das Verwaltungsgebäude des Rum-Herstellers Bacardi in Santiago de Cuba bzw. auf den ebenfalls eigenen zwischen 1960 und 1963 entwickelten Entwurf für das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt zurück. Beide Entwürfe waren nie realisiert worden und beruhen – mit geringeren Abmessungen – auf einem auf acht Stützen gelagerten Dach sowie dem stützenfreien Innenraum. Frei Otto unterstützte Mies van der Rohe bei der Statik des Daches.

Am 15. September 1968 wurde dann das Gebäude unter dem Namen „Neue Nationalgalerie“ eröffnet.

Die Neue Nationalgalerie ist das einzige Bauwerk, das Mies van der Rohe nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland umsetzte und das erste Museum, das am damals neu entstehenden West-Berliner Kulturforum unweit des durch die Mauer durchschnittenen Potsdamer Platzes eröffnet wurde. Es gilt als Ikone der Klassischen Moderne.

Mit der Neuen Nationalgalerie realisierte Mies den von ihm entwickelten Gedanken des Universalraums. Auf einer 105 × 110 Meter großen Granitterrasse, die den leichten Abhang am Ufer des Landwehrkanals ausgleicht, sitzt der quadratische Pavillon als Stahl-/Glaskonstruktion. Das Dach wurde beim Bau als ein Gesamtelement mit 24 synchron gesteuerten Hebern in neun Stunden über die acht Stahlstützen gehoben. Der sich darunter ergebende Raum bildet die große, stützen-freie Haupthalle, die nunmehr beliebige Ausstellungsgestaltungen zulässt. An der Westseite des Gebäudes schließt an diese Räume ein ummauerter Skulpturengarten an, der auch von der höher liegenden Sockelplattform einsehbar ist, die sich um die Halle des Erdgeschosses erstreckt.

Kurz nach der Eröffnung der Neuen Nationalgalerie starb der Architekt Ludwig Mies van der Rohe. Das Gebäude gilt daher und Dank seiner reduzierten Architektur als Vermächtnis des Baukünstlers. In dem charakteristischen Stahldach und der gläsernen oberen Halle wird das Motto von Mies van der Rohe – weniger ist mehr – deutlich. Der fließende, offene Raum bietet Besuchern ein besonders schlichtes Ambiente zur Kunstbesichtigung.

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/

In 1962, Mies van der Rohe was commissioned to build a new museum to showcase the art of the 20th century in West Berlin. In September 1965, the architect came to Berlin to lay the foundation stone, and two years later he personally attended what was probably the most spectacular construction step, the hydraulic lifting of the gigantic steel roof weighing 1,260 tonnes.

The design for the building was not entirely new, as Mies van der Rohe drew on his 1957 design for the administration building of rum manufacturer Bacardi in Santiago de Cuba and his own design for the Georg Schäfer Museum in Schweinfurt, which was also developed between 1960 and 1963. Both designs were never realised and were based – with smaller dimensions – on a roof supported on eight columns and a column-free interior. Frei Otto assisted Mies van der Rohe with the structural design of the roof.

On the 15th of September 1968, the building was opened under the name "Neue Nationalgalerie".

The Neue Nationalgalerie is the only building that Mies van der Rohe realised in Germany after the Second World War and the first museum to be opened at the then newly built West Berlin Kulturforum not far from Potsdamer Platz, which was cut through by the Wall. It is considered an icon of classical modernism.

With the Neue Nationalgalerie, Mies realised the idea of universal space that he had developed. The square pavilion sits on a 105 × 110 meter granite terrace, which compensates for the slight slope on the banks of the Landwehr Canal, as a steel and glass construction. During construction, the roof was lifted over the eight steel supports as a single element in nine hours using 24 synchronised jacks. The resulting space underneath forms the large, column-free main hall, which now allows any exhibition design. A walled sculpture garden adjoins these rooms on the west side of the building, which can also be seen from the higher plinth platform that extends around the hall on the ground floor.

The architect Ludwig Mies van der Rohe died shortly after the Neue Nationalgalerie opened. The building is therefore regarded as the architect's legacy thanks to its minimalist architecture. Mies van der Rohe's motto – less is more – is evident in the characteristic steel roof and the glass upper hall. The flowing, open space offers visitors a particularly simple ambience for viewing art.

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/




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